Die externe Verbrennungsluftzufuhr bezeichnet die direkte Versorgung einer Feuerstätte mit Verbrennungsluft aus dem Freien über einen separaten Luftkanal.
Im Gegensatz zur raumluftabhängigen Betriebsweise wird die für die Verbrennung benötigte Luft nicht aus dem Aufstellraum entnommen.
Hintergrund
Moderne Gebäude - insbesondere Neubauten, Niedrigenergiehäuser und Passivhäuser verfügen über eine sehr dichte Gebäudehülle. Dadurch kann die natürliche Nachströmung von Luft eingeschränkt sein.
Gleichzeitig betriebene Abluftanlagen wie:
- Dunstabzugshauben
- Lüftungsanlagen
- Abluft-Wärmepumpen
können im Gebäude einen Unterdruck erzeugen. Entsteht ein unzulässiger Unterdruck, kann dies:
- den Schornsteinzug beeinträchtigen
- die Verbrennung stören
im ungünstigen Fall zum Austritt von Abgasen in den Aufstellraum führen
Funktionsweise
Bei einer externen Verbrennungsluftzufuhr:
- wird die Luft über einen dichten Kanal von außen zugeführt
- erfolgt der Anschluss direkt an die Feuerstätte
- bleibt der Raumluftkreislauf des Gebäudes unbeeinflusst
Die Luftführung muss:
- dauerhaft dicht
- wärmegedämmt (je nach Lage)
- gegen Kondensation gesichert
ausgeführt sein.