Die DIN EN 16510 ist die europäische Produktnormenreihe für Feuerstätten für feste Brennstoffe. Sie legt Anforderungen an Konstruktion, Sicherheit, Prüfverfahren, Emissionen und Leistungsangaben fest.
Seit November 2025 ist sie maßgeblich für das Inverkehrbringen neuer Feuerstätten in Deutschland und ersetzt unter anderem frühere Einzelproduktnormen.
Zweck der Norm
Die DIN EN 16510 definiert:
- sicherheitstechnische Anforderungen
- Prüfbedingungen
- Emissionsgrenzwerte (im Rahmen der Typprüfung)
- Leistungsangaben
- Wirkungsgradermittlung
- Kennzeichnungspflichten
Sie dient der Harmonisierung innerhalb der EU und bildet die Grundlage für CE-Kennzeichnung.
Aufbau der Normenreihe
Die DIN EN 16510 ist modular aufgebaut und besteht aus mehreren Teilen, u. a.:
Teil 1: Allgemeine Anforderungen
Teil 2-x: Gerätespezifische Anforderungen (z. B. Raumheizer, Kamineinsätze, Herde, Pelletgeräte etc.)
Die einzelnen Gerätetypen werden in separaten Normteilen geregelt.
Mit Einführung der DIN EN 16510 wurden u. a. ersetzt:
- DIN EN 13240 (Raumheizer für feste Brennstoffe)
- DIN EN 13229 (Kamineinsätze)
- DIN EN 14785 (Pelletöfen)
- DIN EN 12815 (Herde für feste Brennstoffe)
Die DIN EN 16510 fasst diese in einer einheitlichen Struktur zusammen.
Zusammenhang mit der 1. BImSchV
Die DIN EN 16510 regelt:
→ Bau- und Prüfanforderungen an das Produkt.
Die 1. BImSchV regelt:
→ Emissionsanforderungen im nationalen Betrieb.
Beide Regelwerke greifen ineinander, sind jedoch rechtlich unterschiedlich einzuordnen.