Ein Ersatzdämmstoff ist ein Dämmstoff, der im Ofen- und Luftheizungsbau anstelle des in der TROL definierten Referenzdämmstoffs eingesetzt wird. Die Referenz ist dabei immer der sogenannte Referenzdämmstoff.
Referenzdämmstoff (Bezugssystem)
Nach TROL sind Referenzdämmstoffe:
Silikatische Dämmstoffe (Stein- und Schlackefasern) mit Dämmstoffkennziffer nach DIN EN 14303. Der Referenzdämmstoff dient in der TROL als Bemessungsgrundlage für:
- Wärmedämmstufen (WDS 1- 4)
- Brandschutzmaßnahmen
- Mindestdicken von Dämmmaßnahmen
- konstruktive Vergleichswerte
Alle Dämmstärkenangaben in den Wärmedämmstufen beziehen sich grundsätzlich auf diesen Referenzdämmstoff.
Warum heißt es „Ersatzdämmstoff“?
Ein Dämmstoff heißt Ersatzdämmstoff, weil er den Referenzdämmstoff hinsichtlich seiner wärme- und brandschutztechnischen Wirkung ersetzt.
Er muss nachweislich die gleiche Schutzwirkung erzielen wie die vorgegebene Dicke des Referenzdämmstoffs.
Die TROL formuliert dies eindeutig z. B.:
„Ersatzdämmstoff entsprechend … cm Referenzdämmstoff nach Vorgabe des bauordnungsrechtlichen Verwendbarkeitsnachweises“
oder
„Ersatzdämmstoff entsprechend der Summe aus Referenzdämmstoff plus Vormauerung …“
Das bedeutet:
Die Wirkung wird nicht frei gewählt, sondern ist äquivalent zur definierten Referenzdicke nachzuweisen.
Nachweisführung
Ersatzdämmstoffe dürfen nur verwendet werden, wenn:
- ein bauordnungsrechtlicher Verwendbarkeitsnachweis vorliegt
- alle Verarbeitungsvorgaben eingehalten werden
Die TROL stellt klar:
Werden Vorgaben nicht eingehalten, verliert die gesamte Wärmedämmmaßnahme ihren bauordnungsrechtlichen Nachweis.