Der Heizwert (Hu - unterer Heizwert) beschreibt die nutzbare Wärmemenge, die bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffes frei wird, ohne die im Wasserdampf enthaltene Kondensationswärme zu berücksichtigen.
Das bedeutet:Das im Brennstoff enthaltene Wasser sowie das bei der Verbrennung entstehende Wasser (z. B. aus Wasserstoff) verlassen die Feuerstätte dampfförmig. Die darin enthaltene latente Wärme wird nicht genutzt.
Unterschied: Heizwert vs. Brennwert
Heizwert (Hu) = tatsächlich nutzbare Wärme bei üblichen Feuerstätten
Brennwert (Ho) = gesamte theoretisch freisetzbare Wärme
Bei klassischen Holz- und Kaminöfen ist der Heizwert maßgeblich, da keine Kondensation der Abgase erfolgt.
Heizwert von Brennholz
Der Heizwert hängt stark ab von:
- Holzart
- Rohdichte
- Wassergehalt
- Lagerdauer
Typische Werte (lufttrocken, ca. 15–20 % Restfeuchte):
Buche: ca. 4,0 kWh/kg
Eiche: ca. 4,2 kWh/kg
Fichte: ca. 4,4 kWh/kg
Wichtig:
Je höher der Wassergehalt, desto geringer der Heizwert, da Verdampfungsenergie verbraucht wird.
Normative Einordnung
Für Feuerstätten gelten u. a.: DIN EN 16510 (seit 11/2025 maßgeblich für Raumheizer)