heizgaszug

Heizgaszug

Geschrieben von: Robby Stude

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Der Heizgaszug bezeichnet die gezielt geführte Strömungsstrecke der heißen Rauchgase innerhalb einer handwerklich errichteten Feuerstätte (z. B. Grundofen, Kachelofen, Nachheizzuganlage).


Er dient dazu, die im Abgas enthaltene Wärmeenergie kontrolliert an die Speichermasse über definierte Zuglängen und Umlenkungen thermisch wirksam abzugeben.


Der Heizgaszug ist damit kein „Hohlraum“, sondern ein strömungstechnisch definierter Kanal mit klarer Querschnittsführung.

Funktion von Heizgaszügen

Nach dem Austritt aus dem Feuerraum bzw. Heizeinsatz werden die Heizgase:

In den ersten Zug eingeleitet (meist Steig- oder Fallzug je nach Bauart), über Umlenkungen geführt, durch mehrere hintereinander geschaltete Züge geleitet und erst am Ende in den Schornstein abgeführt.

Dabei gilt:

Jeder Zug ist hydraulisch getrennt. Es gibt keine offenen Verbindungskammern. Die Querschnitte sind nach Förderdruck und Abgasmassenstrom dimensioniert. Die Zugführung muss dem berechneten Gesamtförderdruck entsprechen.

Bauformen

Typische Heizgaszug-Varianten:


  • Steigzug
  • Fallzug
  • S-Zug
  • Doppelzug
  • Ringzug
  • Hypokaustenzug
  • Nachheizzug (als Sonderform)

Die Auslegung erfolgt unter Berücksichtigung von:


  • Abgastemperatur
  • Förderdruck
  • Abgasmassenstrom
  • Speichermasse
  • Zuglänge
  • Reibungsverlusten

Abgrenzung

Nicht zu verwechseln mit: Konvektionskanälen, Warmluftkanälen, reinen Rauchrohrverbindungen.

Ein Heizgaszug ist immer Teil einer wärmespeichernden Feuerstätte.